Infocafé zum Windprojekt

Windprojekt Westen

Beim zweiten Windcafé wurde über den aktuellen Stand des Projekts informiert.

Foto: Energiequelle GmbH

Nach einer Gesetzesänderung durch die Bundesregierung ist es möglich, für die Fläche einen Genehmigungsantrag für den Windpark zu stellen. Dadurch haben sich die Planungen für das Projekt beschleunigt. In der Fläche südwestlich von Westen sollen sieben Windenergieanlagen errichtet werden.

Die Grundstückseigentümer:innen in der Fläche kooperieren bei der Entwicklung des Windparks mit der Energiequelle GmbH. Gemeinsam laden sie alle Bürger:innen, Journalist:innen und alle Interessierten herzlich zur Informationsveranstaltung zum geplanten Windprojekt ein. Dafür wurde das Format des Infocafés gewählt, welches statt eines Vortrages den direkten Austausch in den Vordergrund stellt. So können sich Besucher:innen bei Expert:innen an verschiedenen Themenständen während der zwei Stunden gezielt nach ihren persönlichen Interessen informieren und Fragen stellen. Kleine Snacks und Getränke stehen bereit und auch die virtuelle Begehung einer Windenergieanlage ist möglich.

Im Mittelpunkt steht der aktuelle Planungsstand, unter anderem wird über Emissionen und Natur- und Artenschutz informiert. Darüber hinaus gibt es Informationen zur Bürger:innenbeteiligung, denn die Hälfte der Windenergieanlagen können die Westener:innen in Form einer Genossenschaft übernehmen. „Diese Wertschöpfung vor Ort ist uns ein besonderes Anliegen, für die Energiequelle ist die Beteiligung und Einbindung der Anwohner:innen wichtig.“, so Jan Schrobsdorff, Projektleiter für das Windprojekt bei Energiequelle. Das Unternehmen ist seit mehr als 20 Jahren international aktiv in der Projektierung und Betriebsführung von Windenergie-, Biomasse- und Photovoltaikanlagen sowie Umspannwerken und Speichern. Die mehr als 800 errichteten Anlagen kommen gemeinsam auf eine Leistung von über 1500 MW.

Die Teilhabe soll bei dem Windprojekt über die Beteiligung am Betrieb hinausgehen: Dafür ist das so genannte „Windgeld“ vorgesehen: Ein Teil der für den Park gezahlten Pachten soll von den Grundeigentümer:innen an einen noch zu gründenden Dorfverein gespendet werden. „Dadurch können im Dorf Projekte und Aktionen für mehr Gemeinschaft und Nachhaltigkeit gefördert werden und auch die Vereine vor Ort sollen teilhaben.“, so Amalie Lohmann als Vertreterin der Grundeigentümer:innen. Die genaue Umsetzung wird gemeinsam mit interessierten Menschen aus Westen erarbeitet werden.

Nach Planung der Energiequelle soll der Genehmigungsantrag im Sommer eingereicht werden. Nach Genehmigung könnte im Laufe des Jahres 2025 mit der Errichtung des Parks begonnen werden.